Teurer Weizen
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DER SPIEGEL 46/1975
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Das neueste Produkt der westdeutschen Bauern kommt die Steuerzahler vermutlich teuer zu stehen: Obwohl der sogenannte »Massenweizen« die Hektar-Erträge konventioneller Sorten um bis zu 20 Prozent übertrifft, wird er meist in den Futtertrögen und Hühnerhöfen der Bauern landen. Das Mehl aus den neuen Sorten nämlich liefert nur einen schweren Teig, der schlecht aufgeht und obendrein die Maschinen moderner Bäckereien verklebt. Der Getreideausschuß des Deutschen Bauernverbandes will die Misere jetzt wieder einmal mit EG-konformen Mitteln lösen. Sein Vorschlag: »Für alle Back- und Qualitätsweizen werden -- entsprechend ihrem inneren Wert -- obligatorische Zuschläge gezahlt.«