Teures Benzin: Deutsche tanken immer weniger - DER SPIEGEL
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Teures Benzin Deutsche tanken immer weniger

Deutlicher Rückgang beim Spritverbrauch: Wegen der hohen Preise tanken die Deutschen immer weniger - allein bei Benzin gab es im ersten Halbjahr ein Minus von 4,1 Prozent. Und Rohöl wird erneut teurer.
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Hamburg/New York - Der Benzinverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr zurückgegangen. Bis Ende Juni lag der Absatz von Ottokraftstoffen um 2,5 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums, wie der Mineralölwirtschaftsverband mitteilte. Experten führen die schon seit längerem anhaltende Entwicklung auf die hohen Preise zurück.

Den größten Rückgang gab es bei Normalbenzin mit einem Minus von 4,1 Prozent, gefolgt von Super plus mit einem Rückgang um 3,9 Prozent und Superbenzin mit 1,8 Prozent. Nur der Dieselabsatz legte leicht zu, und zwar um 0,6 Prozent.

Insgesamt ging der Absatz von Mineralölhauptprodukten inklusive Heizöl um 13,7 Prozent zurück. Hauptgrund war der Einbruch beim Heizöl von 41,1 Prozent angesichts des milden Winters.

Unterdessen ziehen die Preise an den Rohölbörsen erneut an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wurde heute Mittag für 76,30 US-Dollar gehandelt. Das waren 86 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 62 Cent auf 73,18 Dollar.

Der gestern vorgelegte Bericht zu den Öllager-Bestandsdaten in den USA habe die Märkte eher verwirrt, sagte Simon Wardell, Analyst bei Global Insight in London. Wegen gestiegener Benzinlagerbestände waren die Ölpreise am Mittwochabend zunächst leicht gefallen. Da aber gleichzeitig die Lagerbestände bei Rohöl deutlich gesunken waren, zogen die Preise heute wieder an.

Am Vormittag sei zudem eine Reihe von spekulativ orientierten Investoren in den Markt eingestiegen, sagten Händler. Einige Fonds wollten den Ölpreis offensichtlich nach oben treiben.

wal/AP/dpa