Teures Bier Brauereien planen Preiserhöhungen
Düsseldorf - Die Paulaner-Brauerei plant für die kommenden Monate eine Preissteigerung um zwei bis drei Prozent. "Wir passen uns da auch dem Markt an", sagte Sprecherin Antonia Asenstorfer. Grund für die Erhöhungen seien steigende Energiekosten. Negative Auswirkungen auf Absatz und Bierkonsum erwartet sie nicht. "Wenn sich die Preiserhöhungen im Rahmen halten, haben wir damit keine schlechten Erfahrungen gemacht", sagte sie.
Der weltgrößte Brauer InBev hatte bereits zum 1. März die Preise in Deutschland für die Marken bei Becks und bei Franziskaner angehoben. Weitere Pläne lägen nicht vor, sagte ein Sprecher. InBev ist mit zahlreichen Marken die Nummer zwei auf dem hiesigen Biermarkt.
Auch Carlsberg Deutschland - zu der Gruppe gehört unter anderem Holsten - denkt über höhere Bierpreise nach. Über Ausmaß und Zeitpunkt könne Carlsberg aber noch nichts sagen, erklärte ein Sprecher. "Die Kostensteigerungen vor allem im Energiesektor erzeugen bei allen Brauereien einen ähnlichen Druck."
Der führende deutsche Bierhersteller, die Radeberger Gruppe, überprüft ebenfalls die Preise. "Wir schauen uns für jede Marke individuell in den Regionen das Preisniveau an", sagte der Sprecher der Oetker-Biersparte, Stefan Leppin. Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Die Gruppe wolle unter anderem abwarten, welchen Effekt die Wiedereinführung der Bierdose auf dem Markt nach dem Wegfall der Insellösungen der Discounter haben werde. Zuletzt hatte die Gruppe vor rund eineinhalb Jahren Preiserhöhungen durchgesetzt.
Andere Abfüller halten sich dagegen bedeckt. Die Privatbrauerei Veltins sieht keine Akzeptanz für höhere Bierpreise. "Man darf die Verbraucher nicht überfordern", warnte Veltins-Sprecher Ulrich Biene. Auch die Warsteiner Brauerei plant derzeit keine Preiserhöhungen, ebenso die Bitburger Gruppe.
suc/dpa