Teures Öl: Continental erhöht Reifenpreise - DER SPIEGEL
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Teures Öl Continental erhöht Reifenpreise

Der hohe Ölpreis zwingt die Industrie zu Gegenmaßnahmen. Der Automobilzulieferer Continental will die Kosten an die Kunden weitergeben und verlangt künftig mehr für seine Reifen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Wir müssen erstens weiter an den internen Kosten arbeiten, und wir müssen zweitens unsere Kunden an den Preissteigerungen beteiligen", sagte Continental-Chef Manfred Wennemer der "Financial Times Deutschland". Wennemer erklärte, es könne nicht sein, dass die Zulieferindustrie, und ganz speziell auch die Reifenindustrie, diese Kosten allein trage. "Wir werden deshalb wie schon in den letzten Monaten auf unsere Kunden zugehen und um deren Beitrag bitten."

Davon seien neben den Autoherstellern, die Continental mit Reifen, Sicherheits- und Bremssystemen beliefere, auch Endverbraucher betroffen. "Wir haben jüngst in den USA Preiserhöhungen für Lkw-Reifen angekündigt und die Preise für Pkw-Reifen erhöht, und wir werden die Preise für Winterreifen erhöhen müssen", sagte Wennemer.

Continental   ist Marktführer bei Winterreifen. Das Unternehmen triff der Ölpreisanstieg doppelt: So steigen die Einkaufspreise, weil Rohölprodukte für die Reifenherstellung benötigt werden. Außerdem hängt der Konzern an der Autokonjunktur, die ebenfalls vom Ölpreis beeinflusst wird. Wennemer sagte: "Die Autofahrer fahren weniger Kilometer. Das hat direkte Auswirkungen auf das Ersatzgeschäft, weil der Verschleiß an unseren gegenüber früheren Jahren ohnehin wesentlich langlebigeren Reifen zurückgeht."

Dennoch bestätigte Wennemer die Gewinnprognose des Unternehmens: "Dass wir unser Rekordergebnis des letzten Jahres auch in diesem Jahr übertreffen werden, an dieser Aussage halten wir trotz des gestiegenen Ölpreises fest."