Teures Öl: Opec enttäuscht Erwartungen - DER SPIEGEL
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Teures Öl Opec enttäuscht Erwartungen

Die Opec wird ihre Fördermenge nicht sofort um 2,5 Millionen Barrel pro Tag erhöhen, wie es Saudi-Arabien gefordert hatte. Aus Verhandlungskreisen verlautete, man habe sich für eine zweistufige Erhöhung entschieden.
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Beirut - Nach Angaben von Teilnehmern des Opec-Treffens soll die Fördermenge zunächst nur um 2,0 Millionen Barrel pro Tag angehoben werden, ab August noch einmal um 0,5 Millionen Barrel pro Tag. Ein Opec-Vertreter warnte jedoch, dass noch keine abschließende Vereinbarung getroffen worden sei. Die meisten Experten hatten vor dem Opec-Treffen erwartet, dass sich Saudi-Arabien mit seiner Forderung durchsetzen werde, die Ölförderung der Opec sofort um 2,5 Millionen Barrel auf 26 Millionen Barrel anzuheben.

Der zuletzt rasant gestiegenen Ölpreise zogen nach dem Bekanntwerden der informellen Einigung wieder etwas an.

Der an der New Yorker Rohstoffbörse gehandelte Juli-Kontrakt kostete wieder mehr als 40 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwochabend war der Preis zunächst auf 39,96 Dollar gefallen, am Donnerstagmittag wurden wieder 40,30 Dollar verlangt. Am Londoner Spotmarkt, der für die europäische Wirtschaft maßgeblich ist, lag der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent am Mittag bei 37,45 Dollar. Nach dem Terroranschlag auf Einrichtungen der saudiarabischen Ölindustrie am vergangenen Wochenende war der Ölpreis in New York erstmals seit mehr als 20 Jahren über die Marke von 42 US-Dollar gestiegen.

Der Dax drehte nach der Nachricht zur Opec-Entscheidung leicht ins Minus und lag am Nachmittag nahezu unverändert bei 3891 Punkten. "Die Meldungen, die bisher zur Opec-Entscheidung kamen, sind zumindest nicht dazu angetan, dem Aktienmarkt Auftrieb zu geben", sagte Kristian Hoenen, Händler bei der WestLB.