Textilhandel: Importeure drohen mit Entlassungen bei neuen Quoten - DER SPIEGEL
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Textilhandel Importeure drohen mit Entlassungen bei neuen Quoten

Nach dem Wegfall der Mengenbeschränkungen für die Einfuhr von Textilien aus China stöhnt die Branche unter dem verschärften Wettbewerb. Schon ist von neuen Beschränkungen die Rede. Doch dagegen erhebt jetzt der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels energischen Protest.
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Berlin - "Der deutsche und europäische Importhandel wird durch Überlegungen der EU-Kommission in seiner Dispositionsfreiheit getroffen. Einkaufsverträge mit chinesischen Lieferanten sind bereits vor Monaten geschlossen worden und müssen jetzt erfüllt werden", sagte BGA-Präsident Anton F. Börner am Montag in Berlin. Sollte es tatsächlich zu einem Einfuhrstopp für diverse chinesische Textilwaren kommen, werde dies nicht ohne Folgen für die Beschäftigungssituation, für die deutschen Exporte sowie die wirtschaftliche Lage im deutschen Textilhandel bleiben.

Börner kritisierte, dass die EU-Kommission schon wieder darüber berät, neue Schutzmaßnahmen zu ergreifen. "Die Einleitung einer Untersuchung durch die EU-Kommission verstößt in eklatanter Weise gegen den freihändlerischen Geist der Welthandelsorganisation (WTO) und ist ein Rückschritt in das Zeitalter des Protektionismus. Seit zehn Jahren war absehbar, dass zum Beginn des Jahres 2005 sämtliche Textilquoten entfallen. Es war genügend Zeit, sich auf die bevorstehende Liberalisierung im Textilsektor einzustellen und Gegenstrategien zu entwickeln", sagte Börner.