Time Warner: Gerüchte um AOL-Verkauf - DER SPIEGEL
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Time Warner Gerüchte um AOL-Verkauf

Über einen Verkauf der Internetsparte AOL von Time Warner wird in Finanzkreisen seit längerem spekuliert. Nun will die "New York Post" erfahren haben, dass die Investmentbank Goldman Sachs bereits Pläne schmiedet.
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New York - Time Warner plane entweder einen Verkauf, eine Ausgliederung oder einen starken Umbau von AOL, heißt es in dem Zeitungsbericht. Banker von Goldman Sachs erarbeiteten überdies Vorschläge, wie mit der Online-Sparte weiter umzugehen sei.

Time-Warner-Sprecher Ed Adler bezeichnete diese Informationen gegenüber der "New York Post" als "Gerüchte" und sagte, man rede ständig mit Bankenvertretern über alle möglichen Dinge.

Seit längerem spekulieren Börsianer darüber, ob Time Warner AOL verkauft oder ausgliedert. Als mögliche Käufer wurden neben dem ehemaligen AOL-Chef Steve Case auch Yahoo und der Online-Unternehmer Barry Diller gehandelt.

Nach der Fusion von AOL und Time Warner zum größten Medienkonzern der Welt bereitete vor allem die Internetsparte große Probleme. 2002 musste Time-Warner-Chef Richard Parsons unter anderem wegen hoher Abschreibungen auf Internet-Beteiligungen den größten Verlust der US-Unternehmensgeschichte bekannt geben: 98,7 Milliarden Dollar. Ein Jahr später konnte der Konzern dank großer Erfolge im Filmgeschäft (Herr der Ringe) einen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar melden. Bei der Vorstellung der Bilanz verwies Parsons jedoch auch auf schlechte Geschäfte bei AOL: Die Abonnentenzahl des weltgrößten Online-Dienstes hat sich nach seinen Angaben im vergangenen Jahr um 2,2 Millionen auf 24,3 Millionen reduziert.