Time Warner: Prozesskosten fressen die Gewinne auf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Time Warner Prozesskosten fressen die Gewinne auf

Die Bilanzmanipulationen beim Online-Dienst AOL kommen Time Warner teuer zu stehen. Milliardenschwere Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen haben den weltgrößten Medienkonzern in die roten Zahlen rutschen lassen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Das Unternehmen gab heute einen Nettoverlust von 321 Millionen Dollar für das zweite Quartal 2005 bekannt. Insgesamt würden drei Milliarden Dollar zurückgestellt, davon seien 2,4 Milliarden Dollar für einen Fonds bestimmt, aus dem Zahlungen im Rahmen einer Kollektivklage bestritten werden sollen. Weitere 600 Millionen Dollar würden zusätzlich bereitgehalten. Time Warner will so einen finanziellen Schlussstrich unter den Streit um die Vorwürfe der Bilanzmanipulation bei AOL ziehen.

Bereits im März hatte Time Warner zudem gegenüber der Börsenaufsicht SEC eingewilligt, wegen mutmaßlicher Bilanztricksereien 300 Millionen Dollar zu zahlen. Der Umsatz von Time Warner sank um ein Prozent auf 10,74 Milliarden Dollar. Dabei gingen insbesondere die Ergebnisse der Interneteinheit AOL sowie das Kinogeschäft zurück.

Mehr lesen über