Time Warner Pulsschwäche des Mediengiganten
New York - Time Warner hat seine Gewinnaussichten für das Jahr 2000 gesenkt. Das Unternehmen teilte am Montag mit, das operative Ergebnis werde unter anderem aufgrund niedriger als erwarteter Werbeeinnahmen sowie einem schwachem Musikgeschäft lediglich um elf Prozent anwachsen. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem Wachstum von zwölf bis 13 Prozent gerechnet.
Investoren haben auf die schlechten Nachrichten schnell reagiert. Kurz nach Börseneröffnung in New York fielen die Time-Warner-Aktien um sieben Prozent. Die Wertpapiere vom Fusionspartner AOL rutschten um acht Prozent.
Bei den Werbeeinnahmen rechnet Time Warner mit einem Wachstum um die 15 Prozent. Die Werbe- und Handelseinnahmen aus der geplanten Fusion mit dem US-Online Anbieter America Online dürften im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen an der Wall Street ausfallen, hieß es weiter.
Das Medienunternehmen prognostizierte aber einen Anstieg bei den Werbeeinnahmen für das Gesamtjahr in zweistelliger Höhe. Auch kündigte das Unternehmen an, den Anteil an dem Hochgeschwindigkeits-Internet-Dienstleister Road Runner aufzustocken. Der Mediengigant will zudem die Geschäftsführung übernehmen. Der Schritt führe zu Sonderkosten zwischen 20 und 40 Millionen Dollar im vierten Quartal.
Time Warner und seine Konzerngesellschaften werden die Restrukturierungskosten für Road Runner in Höhe von rund 570 Millionen Dollar übernehmen. Im Gegenzug erhält der Konzern das Inlandvermögen.