Top-Technologie Israel giert nach deutschen U-Booten
Berlin/Tel Aviv - Nach den einschlägigenExportvorschriften darf Deutschland keine Waffen in Spannungsgebiete liefern. Nun droht ein Konflikt mit diesen Regeln: Wie die "Bild" in der Nacht zum Mittwoch vorab ohne Angabe einer Quelle berichtete, liegt der Bundesregierung eine Voranfrage für die Lieferung zweier Unterseeboote des Typs U-212 vor.
Der Absender: Die israelische Regierung, die in der Palästinenser-Politik derzeit einen besonders harten Kurs fährt.
Der Typ U-212 gilt dank seines geräuschlosen Brennstoffzellen-Antrieb als eines der besten Modelle der Welt. Wie sich die Regierung zu der Export-Anfrage stellen wird, ist noch unklar. Deutschland hat trotz politischer Bedenken bereits in den Jahren 1999 und 2000 drei U-Boote der Dolphin-Klasse an Israel ausgeliefert.
Das U 212 wird von der Kieler HDW-Werft gefertigt. Sie war vom früheren Eigner Babcock Borsig trotz politischen Widerstandes zunächst an den US-Investor One Equity Partners verkauft worden. Jüngst hat der ThyssenKrupp-Konzern bekannt gegeben, HDW übernehmen und in einen Werftenverbund integrieren zu wollen.