Toxische Wertpapiere Anleger wollen sich an Kaufprogramm beteiligen
Washington - Der Plan der US-Regierung zur Neubewertung und zum Verkauf der toxischen Wertpapiere stößt nach Angaben des Finanzministeriums auf Interesse bei Privatanlegern. Mehr als hundert Fondsmanager hätten sich für eine Teilnahme an dem Programm beworben, das private Einlagen mit staatlichen Geldern kombinieren und die Bankbilanzen von schlechten Papieren entlasten soll, teilte das Ministerium am Mittwoch in Washington mit. Bis Mitte Mai solle über die Teilnehmer des Programms entschieden werden, diese könnten dann mit dem Einwerben privaten Kapitals beginnen.
Börsenhändler an der Wall Street: Reges Interesse am US-Kaufprogramm
Foto: DPAFür das sogenannte PPIP-Programm (Public-Private Investment Program for Legacy Assets) will die US-Regierung 75 bis 100 Milliarden Dollar an Staatsgeldern bereitstellen. Entscheidet sich ein Investor, für eine bestimmte Summe toxische Papiere bei Banken zu kaufen, bekommt er aus dem Staatsprogramm die Hälfte davon geliehen. Eventuelle Gewinne darf der Investor behalten, den vom Staat geliehenen Zuschuss muss er zurückhalten. Im Verlustfall verlieren Staat und Investor ihre Einlagen.
Ziel des Programms ist es, für die derzeit praktisch wertlosen Hypothekenpapiere überhaupt erst wieder einen Markt zu schaffen. Die Ungewissheit über den Wert dieser momentan unverkäuflichen Papiere trägt zur Kreditklemme auf den Finanzmärkten bei, da immer noch unklar ist, wie groß die Verluste der Banken durch diese Papiere ausfallen.