Toyota: Gnadenlose Verkaufsmaschine - DER SPIEGEL
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Toyota Gnadenlose Verkaufsmaschine

Den US-Konkurrenten Ford haben sie schon 2003 überholt, dann meldeten sie den ersten Billionen-Yen-Gewinn der japanischen Geschichte - doch die Konzernvorstände bei Toyota wollen mehr. Jetzt haben sie ihre Prognosen für 2004 erstaunlich kräftig erhöht.
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Tokio - Der neuerdings weltweit zweitgrößte Autobauer reagiert damit auf die hohe Nachfrage in den ausländischen Märkten - und geht von einem erstaunlichen Verkaufsplus von neun Prozent gegenüber dem bereits guten Vorjahr aus. Damit peilt man in Tokio an, weltweit 6,61 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. Das bisherige Ziel für 2004: 6,33 Millionen Fahrzeuge.

Die Absatzprognose für das Inland blieb dabei unverändert bei 1,76 Millionen. Dies wäre ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr - trotz der nach wie vor schwachen Binnennachfrage in Japan. Im Ausland erwartet Toyota inzwischen den Verkauf von 4,85 Millionen Modellen - ein Plus von elf Prozent. Zuvor hatte Toyota in den Auslandsmärkten einen Absatz von 4,57 Millionen Fahrzeugen angepeilt.

Damit man die starke Nachfrage erfüllen kann, soll die Produktion im Inland um fünf Prozent auf 3,68 Millionen angekurbelt werden. Ursprünglich war eine nahezu unveränderte Produktion von 3,54 Millionen Stück geplant. Im Ausland soll die Erzeugung um 20 Prozent auf 3,06 Millionen Fahrzeuge steigen.

US-Konzerne profitieren von Fremdgeschäften

Für den Gesamtkonzern, zu dem neben der Kernmarke noch Daihatsu und Hino gehören, wurde die Absatzprognose von 7,08 auf 7,39 Millionen erhöht. Dies wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von neun Prozent.

In den USA werden die drei großen Konzerne GM, Ford und Chrysler in den kommenden Tagen ihre Zahlen zum zweiten Quartal ausweisen. Dabei werden sie nach Meinung von Analysten deutliche Ergebnissteigerungen aufweisen - aber nicht wegen der Stärke des eigentlichen Autogeschäftes, sondern wegen der guten Ergebnisse der Finanzsparten. Das Kerngeschäft der US-Autohersteller sei enttäuschend ausgefallen, so ein Analyst von Morgan Stanley. Der April sei für die großen Drei schlecht, der Mai gut, und der Juni wieder schlecht gewesen, sagte ein zweiter Marktbeobachter.