toysmart.com: Spielzeug kaputt - DER SPIEGEL
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toysmart.com Spielzeug kaputt

Der Spielzeugversender Toysmart wurde lange als aussichtsreichster kleiner Bruder von Amazon gesehen. Nach dem Ausstieg von Disney war alles vorbei.
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Waltham (Massachusetts) - Nachdem Toysmart-Chef David Lord vergangenen August 60 Prozent seines Online-Spielzeugvertriebs an Walt Disney verkauft hatte, kaufte er seiner Frau Diamant-Ohrringe, berichtet der "Tagesspiegel". Neun Monate später stieg Disney aus dem Projekt aus. Der Anteil David Lords, einst auf 18 Millionen Dollar geschätzt, wurde über Nacht nahezu wertlos; seinen 170 Angestellten konnte er nur noch kündigen.

Toysmart.com ging ein, obwohl der Spielzeughändler erst vor einem Jahr eine kräftige Finanzspritze des Disney-Konzerns in Höhe von 45 Millionen Dollar erhalten hatte. Gleichzeitig steigt nach wie vor das Käuferinteresse an Online-Angeboten im Spielzeugbereich. Aber die Kunden kaufen offenbar lieber bei etablierten Händlern, die sich lange vor der E- Shopping-Revolution einen Namen gemacht hatten, etwa bei dem weltweiten Anbieter Toys'R Us.

"Der Online-Spielzeugmarkt ist ein unglaublich konkurrierender Markt mit einigen sehr starken Playern", so Michelle Bergman laut "The Nando Times". Sie ist Sprecherin von Go.com, dem Disney-Unternehmen, in dem die Internet-Aktivitäten des Konzerns gebündelt sind. Nach sorgfältiger Überlegung sei das Unternehmen zu der Entscheidung gelangt, daß es am besten sei, Geschäftstätigkeit von Toysmart einzustellen, berichtet das Fachblatt "internet world".