Transrapid: Auftrag über 40 Milliarden Mark in Sicht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Transrapid Auftrag über 40 Milliarden Mark in Sicht

Wie angekündigt wird Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji den Bau einer Transrapid-Teststrecke bei Schanghai vorantreiben. Er stellte jedoch einen Riesenauftrag in Aussicht, der der Magnetschwebetechnik zum Durchbruch verhelfen könnte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Die Transrapid-Gesellschaft und die Stadt Schanghai vereinbarten die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine rund 40 km lange Teststrecke zwischen dem Stadtzentrum von Schanghai und dem internationalen Flughafen des Finanzdistrikts Pudong.

Zhu sprach von einer "Perspektive im Wert von 20 Milliarden Dollar". Die Versuchsstrecke soll etwa 1,5 Milliarden Mark kosten. China hat aber vor allem Interesse an der Modernisierung der über 1.100 Kilometer langen Strecke Peking-Schanghai.

Die deutschen Transrapid-Bauer haben die Prüfung einer Strecke für die Magnetbahnbahn in China als wichtige "Weichenstellung" für das Technologieprojekt begrüßt. Damit sei der "Kern einer späteren Nutzung" in der Volksrepublik geschaffen, sagte der Sprecher des Magnetbahn-Konsortiums Transrapid International, Peter Wiegelmann. Zu den Transrapid-Bauern gehören die deutschen Konzerne ThyssenKrupp, Siemens und die DaimlerChrysler-Tochter ADtranz. Nach jahrelangen Planungen war Anfang Februar der Bau einer deutschen Referenzstrecke zwischen Hamburg und Berlin fallen gelassen worden. Grund war die Weigerung der als Betreiber vorgesehenen Deutschen Bahn AG, unvorhersehbare Betriebsrisiken für die Magnetbahn-Verbindung zwischen der Haupt- und der Hansestadt zu übernehmen. Auch Industrie und Bund wollten keine weiteren Lasten tragen.