Transrapid: China greift zu - DER SPIEGEL
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Transrapid China greift zu

Der chinesische Premierminister Zhu Rongji hat den Startschuss zum Bau der Magnetschwebebahn Transrapid gegeben. Am Dienstag soll der Vertrag unterschrieben werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Nach jahrzehntelanger Erprobung in Deutschland soll der erste kommerziell genutzte Transrapid 2004 im chinesischen Schanghai fahren. "Das ist für uns die Öffnung des Weltmarkts, " sagte ein Sprecher des Transrapid-Konsortiums am Sonntag. Der Termin für die Unterzeichung des Vertrages wurde für Dienstag vereinbart.

Die Magnetbahn wird vorerst nur auf einer rund 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem Internationalen FlughafenPudong und einem Vorort der Innenstadt fahren. Die Trasse soll bis Ende 2003 gebaut sein.

"Man kann definitiv von einem Durchbruch sprechen", sagte der Sprecher nach Bekanntgabe des Auftrags. Der Abschluss werde auch den Plänen über verschiedene Strecken in den USA Auftrieb verleihen. Über die Kosten des Projekts teilte das Konsortium aus ThyssenKrupp und Siemens zunächst nichts mit. In der Vergangenheit war über ein Volumen von rund 2,6 Milliarden Mark spekuliert worden.

Noch im Jahr 2003 soll dem Sprecher zufolge über eine Trassenverlängerung entschieden werden. In Betracht kämen sowohl eine 200 Kilometer lange Strecke von Schanghai nach Hangzhou als auch die bereits seit längerem diskutierte 1300 Kilometer lange Verbindung zwischen Schanghai und Peking.

Machbarkeitsstudien für den Transrapid gibt es zu Strecken in den USA und Australien. Nach dem Aus für die Verbindung zwischen Berlin und Hamburg wird noch in Bayern und Nordrhein-Westfalen der Bau von Transrapid-Strecken erwogen. Die Schnellbahn soll entweder das Münchener Zentrum mit dem außerhalb gelegenen Flughafen oder die beiden Städte Düsseldorf und Dortmund verbinden. Eine Entscheidung darüber fällt nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums 2002.