Transrapid: China taktiert - DER SPIEGEL
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Transrapid China taktiert

China hat seine feste Absicht bekundet, eine Transrapid-Strecke in Schanghai zu bauen. Für den Auftrag wird dem Bund aber einiges abverlangt.
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Peking/Berlin - Die chinesische Regierung und Vertreter des deutschen Industrie fordern von Bundesfinanzminister Hans Eichel offenbar Unterstützung bei einer zinsgünstigen Finanzierung des Projektes. Der Minister wird voraussichtlich noch an diesem Dienstag eine Entscheidung treffen, ob er aus seinem Haushalt Finanzmittel dafür zur Verfügung stellen werde.

"Die Chinesen erwarten das", hieß es aus informierten Kreisen am Rande der deutsch-chinesischen Umweltkonferenz. Im Gespräch mit Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hatte Chinas Finanzminister Xiang Huaicheng am Vortag das Interesse am Kauf des Transrapids unterstrichen. Doch wird es aus ihrem Haushalt keine Mittel geben, betonten Delegationskreise.

Die Vertragsverhandlungen über die 35 Kilometer lange Strecke zwischen dem internationalen Flughafen in Schanghai und dem Finanzviertel Pudong sind offenbar ins Stocken geraten. Das "Handelsblatt" berichtet, es gebe erhebliche Differenzen über den Preis des Modellprojekts. Das von ThyssenKrupp und Siemens gebildete Konsortium Transrapid International soll fordern, dass die Entwicklungskosten von bisher rund drei Milliarden Mark anteilig berücksichtigt werden. Auf chinesischer Seite soll dies auf harten Widerstand stoßen. Daher sei fraglich, ob die Chinesen den Auftrag wie geplant am kommenden Freitag definitiv vergeben, so die Zeitung.