Transrapid: Golfstaaten planen 800-Kilometer-Trasse - DER SPIEGEL
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Transrapid Golfstaaten planen 800-Kilometer-Trasse

Mehrere Emirate auf der arabischen Halbinsel interessieren sich für die Magnetschwebebahn made in Germany. Die am Persischen Golf entlang laufende Trasse wäre die weltweit längste Transrapid-Verbindung. Dem Betreiberkonsortium winkt ein Auftrag von mehreren Milliarden Dollar.
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Hamburg/Doha - Die Regierung Katars bereite eine Machbarkeitsstudie für eine Transrapidstrecke von Bahrein über Katar bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten vor, sagte eine Sprecherin des Transrapid-Konsortiums SPIEGEL ONLINE. Die Trasse könnte eine Länge von bis zu 800 Kilometern haben und wäre damit das bislang umfangreichste Projekt seiner Art. Die Planungen stehen am Anfang, hieß es weiter. Weder gebe es Angaben zum Baubeginn noch zum Auftragsvolumen.

Geprüft werde zunächst ein erstes Teilstück von Katar über eine neue Brücke ins benachbarte Bahrein. Die so genannte "Freundschaftsbrücke" ist derzeit in Bau. Bei ihrer Fertigstellung wird sie mit einer Länge von 45 Kilometern eine der größten Gewässerquerungen der Welt sein.

Beim Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Region Anfang März soll eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden, bestätigten Diplomatenkreise SPIEGEL ONLINE während des Besuchs von Bundesinnenminister Otto Schily in Katar. Die Kreise schätzen das Auftragsvolumen auf bis zu neun Milliarden Dollar.

Der ThyssenKrupp-Konzern  , der den Transrapid gemeinsam mit Siemens   entwickelt hat, will anlässlich der Kanzlervisite zudem ein Büro in Katar eröffnen. Schröder besucht vom 27. Februar bis 4. März sieben Golfstaaten. Geplant sind Gespräche in Saudi-Arabien, Kuweit, Katar, Bahrein, Jemen, Oman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Für das Transrapid-Konsortium wäre die Strecke am Persischen Golf ein weiterer wichtiger Schritt. Bisher ist die Magnetschwebebahn nur in China in Betrieb. Dort pendelt ein Zug auf einer 30 Kilometer langen Strecke zwischen dem internationalen Flughafen Pudong und der Hafenmetropole Schanghai. Eine Verlängerung um etwa 160 Kilometer in die Nachbarstadt Hangzhou ist geplant. Chinas Regierung hat allerdings noch kein grünes Licht für das Projekt gegeben.