Transrapid Großbritannien plant Supertrasse
London - Es habe bereits Gespräche im Büro von Blair gegeben, als nächstes stünden Treffen mit dem Verkehrsministerium an, sagte Projektleiter Jochen Kruse der britischen Tageszeitung "The Guardian". Angedacht sei eine Verbindung zwischen London und Glasgow in Schottland. Die Linie soll unter anderem die Großstädte Birmingham, Manchester, Leeds, Newcastle und Edinburgh verbinden.
Die Zeitung berichtete weiter, die bereits am Flughafen von Shanghai eingeführte Magnetschwebebahn habe mehrere britische Minister beeindruckt. Blairs Berater sähen in dem System klare umweltpolitische Vorteile, da angesichts der enormen Geschwindigkeit des Transrapids auf Inlandsflüge fast vollständig verzichtet werden könnte.
Das Transrapid-Konsortium schätzte die Kosten der rund 700 Kilometer langen Trasse auf 16 Milliarden Pfund (23,7 Milliarden Euro). Darin eingerechnet ist allerdings noch nicht der Erwerb benötigter Grundstücke.
Für das Konsortium, zu dem Siemens und ThyssenKrupp gehören, wäre ein Erfolg in Großbritannien ein wichtiger Schritt bei der Vermarktung der Magnetschwebebahntechnik. Der bislang einzige kommerziell genutzte Transrapid verkehrt zwischen dem Flughafen von Shanghai und dem Finanzdistrikt der Metropole.
In der jüngeren Vergangenheit haben sich weitere potenzielle Abnehmer positiv zum Transrapid geäußert. Unter anderem haben die Vereinigten Arabischen Emirate Interesse an einer längeren Trasse bekundet.