Transrapid in Shanghai: Commander Wu fordert Preishalbierung - DER SPIEGEL
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Transrapid in Shanghai Commander Wu fordert Preishalbierung

Die Betreiber der bislang einzigen kommerziellen Transrapid-Strecke in Shanghai sehen gute Chancen für den Bau einer weiteren Strecke. Allerdings, tönt der gefürchtete chinesische Projektleiter "Commander" Wu Xiangming, müssten ThyssenKrupp und Siemens den Preis drastisch senken.
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Shanghai/München - "Wir fördern aktiv die Verlängerung des Transrapids von Schanghai nach Hanzhou", sagte der Chef der Transrapid-Projektgesellschaft, Wu Xiangming, am Donnerstag in Shanghai. Das Vorhaben für den Bau der 170 Kilometer langen Trasse werde von Teilen der Regierung unterstützt. Bislang führt ein 30 Kilometer langer Abschnitt vom Flughafen in das Stadtgebiet. An den bisherigen Endpunkt soll der Neubau anschließen und zur Expo 2010 in Schanghai in Betrieb sein.

Mit dem deutschen Transrapid-Konsortium aus ThyssenKrupp   und Siemens   liefen Verhandlungen, sagte der in den Medien wegen seines äußerst rüden Stils als "Commander Wu" bekannt gewordene Manager. Für eine Realisierung des Projekts müssten die Kosten allerdings drastisch reduziert werden. Der Bau der Strecke vom Flughafen habe pro Kilometer umgerechnet rund 30 Millionen Euro gekostet. Um den Neubau wirtschaftlich betreiben zu können, müssten die Kosten auf 15 Millionen Euro sinken. Das könnte auch erreicht werden, indem verstärkt Komponenten in China gefertigt und weiterentwickelt werden. Auch das Transrapid-Projekt in München werde genau beobachtet.

Der Geschäftsführer der Bayerischen Magnetbahnvorbereitungs- Gesellschaft, Josef Zeiselmair, betonte, für die Transrapid-Anbindung des Münchner Flughafens werde das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr eröffnet. Er rechne mit einer Dauer von 18 Monaten, so dass etwa Mitte 2006 mit dem Bau begonnen werden könnte. Anfang 2010 könnte die 37 Kilometer lange Strecke in Betrieb gehen.