Transrapid Jetzt sollen die privaten Geldgeber ran
Berlin Nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Ernst Schwanhold werden derzeit Gespräche mit Finanzhäusern geführt. Auch sein bayerischer Kollege Otto Wiesheu erklärte, private Geldgeber seien eine Option für die Finanzierung des Transrapid. Einzelheiten nannten beide Politiker jedoch nicht.
Schwanhold kündigte an, bei den Verhandlungen über die Finanzierung der Trasse Druck zu machen. "Wir wollen möglichst schnell starten", so der Minister. Der Bund müsse nun schnell über die Vergabe der Fördermittel entscheiden. Dies sei Voraussetzung dafür, dass der Landtag noch im kommenden Monat seinerseits die notwendigen Beschlüsse für den Bau des "Metrorapids" zwischen Düsseldorf und Dortmund fassen könne.
Nach Schwanholds Vorstellungen soll die Magnetschwebebahn im Ruhrgebiet bereits zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Betrieb sein. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig wollte sich hingegen noch nicht auf einen Zeitpunkt festlegen, zu dem die Verhandlungen abgeschlossen sein sollen. "So zeitnah wie möglich" solle über die Verteilung der rund 2,3 Milliarden Euro Bundeszuwendungen entschieden werden. Dabei handelt es sich um die Summe, die schon seit Jahren für eine Transrapid-Strecke zur Verfügung steht.
Beide Landesminister wehrten sich gegen Vorwürfe, die Machbarkeitsstudien für die Strecken seien "schöngerechnet". Schwanhold sagte, die Zahlen stammten von einem Gutachterkonsortium und würden "jeder Überprüfung standhalten". Natürlich handele es sich dabei um Annahmen, diese seien jedoch wissenschaftlich fundiert.
Zwei Machbarkeitsstudien hatten dem Prestigeprojekt Transrapid heute neuen Auftrieb gegeben. Beide Strecken - die Flughafenanbindung in München und die Verbindung zwischen Dortmund und Düsseldorf rechnen sich den Studien zufolge. Kritiker werfen den Autoren hingegen Nachlässigkeiten vor.