Transrapid-Krise: Sucht der Bund schon neue Strecke? - DER SPIEGEL
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Transrapid-Krise Sucht der Bund schon neue Strecke?

Die Absage von Bahnchef Hartmut Mehdorn an die Transrapid-Trasse zwischen Hamburg und Berlin hat das Herstellerkonsortium und die Politik offenbar in einen tiefe Sinnkrise gestürzt. Die hessische Landesregierung hat das für Montag geplante Expertentreffen aller Beteiligten am Freitag abgesagt. Und selbst die Industrie sieht das Projekt vor dem Aus.
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Wiesbaden/Berlin - "Die Länder haben sich darauf verständigt, dass es derzeit keinen Sinn macht, weitere Gespräche über Landesbürgschaften zu führen", sagte der Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums, Thomas Uber. An dem Treffen in Frankfurt wollten ursprünglich Vertreter der Regierungen aus Hessen, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sowie des Bundesverkehrsministeriums und der Deutschen Bahn AG teilnehmen, um über mögliche Landesbürgschaften für die Streckeninvestitionen zu beraten.

Der Sprecher erklärte, das Thema bleibe grundsätzlich auf der Tagesordnung, die Strecke Hamburg-Berlin aber sei offenkundig "gestorben". Nun sei der Bund gefordert, in Abstimmung mit den Ländern eine neue Strecke zu finden. Offenbar ist das Bundesverkehrsministerium der gleichen Ansicht. Ein Sprecher sagte, die Bundesregierung sei nach wie vor "an der Anwendung dieser Technologie in Deutschland interessiert", ließ aber offen, für welche Strecke. "Sehr bald" solle ein Spitzengespräch zwischen Verkehrsminister Klimmt, Mehdorn und der Industrie stattfinden.

Die rechnet ebenfalls nicht mehr mit der Trasse Hamburg-Berlin: "Wenn die Bahn die Betreiberrolle nicht übernehmen will, dann ist dieses Projekt tot", sagte ein Sprecher des Konsortiumsmitglieds Thyssen-Krupp Industries.