Transrapid Mängelbeseitigung läuft auf Hochtouren
Shanghai - Keines der beteiligten Unternehmen müsse "enorme Entschädigungen" bezahlen, sagte ein Sprecher nach einem Bericht der Online-Ausgabe des KP-Organs "Volkszeitung".
Der Spiegel und Spiegel-Online hatten jüngst gemeldet, das Konsortium habe auf Verlangen der chinesischen Partner sämtliche Leitungen auswechseln müssen, weil Teile der Verkabelung der Magnetbahn verschmort waren. Der Schaden belaufe sich auf insgesamt rund 30 Millionen Euro. Womöglich kämen die Deutschen mit den Reparaturarbeiten zeitlich in Verzug, so dass der kommerzielle Probebetrieb zwischen dem Flughafen Pudong und der U-Bahn-Station Longyang nicht - wie geplant - im Oktober begonnen werden kann.
Die Kabel seien inzwischen vollständig "mit voller Unterstützung des chinesischen Partners" ersetzt worden, erklärte der Stadt-Sprecher. Auch mit der Beseitigung anderer Mängel auf der 31 Kilometer langen Strecke liege man im Zeitplan.
So ist die Magnetschwebebahn noch zu laut, außerdem sind korrodierte Schrauben am Zug entdeckt worden. Mitte Juli seien, so die "Volkszeitung", bereits zwei Züge auf der Paralleltrasse gleichzeitig erprobt worden. Beide hätten die Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern erreicht.
Die 1,2-Milliarden-Euro-teure Schwebebahn war Ende Dezember vorigen Jahres mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem damaligen Premier Zhu Rongji an Bord zum ersten Mal hin und her geflitzt.