Transrapid Peking will mehr
Peking - Bei einem Treffen mit Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) sagte Zhu, wenn die Demonstrations-Strecke in Schanghai erfolgreich sei, "werden wir demnächst mit dem Bau der Gesamtstrecke von 1250 Kilometern von Peking nach Schanghai beginnen". Er sei sich sicher, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Chinesen in Schanghai gut verlaufen werde.
Auch Bodewig zeigte sich optimistisch, das Projekt in Schanghai wie geplant im Jahr 2003 abschließen zu können. Die Strecke zwischen dem Flughafen und dem Finanzzentrum Schanghais wird der erste Fall einer kommerziell genutzten Transrapid-Verbindung sein. Sie ist rund 30 Kilometer lang und kostet etwa drei Milliarden Mark.
Nach Angaben aus Verhandlungskreisen hat Zhu die anwesenden Vertreter des Transrapid-Konsortiums aufgefordert, Lösungsvorschläge für technische Probleme zu unterbreiten, die eine Langstrecke mit sich bringen werde. Dabei handelt es sich offenbar um Fragen wie die Erdbebensicherheit der Strecke. Geklärt werden müsse auch, ob es möglich sei, längere Transrapid-Brücken über Flüsse zu bauen und wie sich zwei Transrapid-Züge verhielten, die sich in einem Tunnel begegneten.
Im Gespräch ist offenbar auch die Einrichtung eines Zentrums für Magnetschwebetechnik. Beide Seiten wollen zudem einen Magnetschwebebahn-Beauftragten ernennen.
Chinas Ministerpräsident gilt als Befürworter der Transrapid-Technologie. Die Bundesregierung hatte China für den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken finanzielle Hilfen in Höhe von 200 Millionen Mark bewilligt. Der Bau der Strecke zwischen Peking und Schanghai würde nach Aussagen Bodewigs rund 50 Milliarden Mark kosten.
Der Transrapid soll auf der auf der ersten Strecke in Schanghai eine Geschwindigkeit von 430 Stundenkilometern erreichen und zunächst alle zehn Minuten fahren. Im Jahr 2005 werden jährlich rund zehn Millionen Fahrgäste erwartet.