Transrapid: Schröder lässt angeblich neue Strecken prüfen - DER SPIEGEL
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Transrapid Schröder lässt angeblich neue Strecken prüfen

Die Bundesregierung hat offenbar die Pläne für eine Transrapidtrasse zwischen Berlin und Hamburg endgültig auf Eis gelegt. Der Bund suche jetzt mit Hilfe der Länder nach einer neuen Referenzstrecke.
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Düsseldorf - Bundeskanzler Gerhard Schröder habe Verkehrsminister Reinhard Klimmt nach dem Spitzentreffen mit Bahnchef Hartmut Mehdorn beauftragt, nach schnell realisierbaren Alternativ-Strecken Ausschau zu halten, meldet das "Handelsblatt". Die Trasse Hamburg - Berlin lasse sich wegen der finanziellen Risiken und des Widerstands der Deutschen Bahn nicht umsetzen.

Zur Zeit werde mit Hochdruck geprüft, ob sich der Transrapid zwischen dem Münchener Flughafen und der Innenstadt sowie dem geplanten Airport Schönefeld und Berlin einsetzen lässt. Im Gespräch sei auch eine Verbindung zwischen den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf.

Zwar könne der Magnetgleiter seine Vorteile eher auf Langstrecken zur Geltung bringen, hieß es laut "Handelsblatt" in Regierungskreisen. Mit Blick auf das erhoffte Exportgeschäft habe aber der Beweis einer alltagstauglichen Dauerbelastung der Schwebebahntechnik Priorität.

Das Verkehrsministerium widersprach der Darstellung. Die Bundesregierung habe bei dem Spitzentreffen den Wunsch nach einer Anwendungsperspektive in Deutschland bekräftigt. Am Beitrag des Bundes von 6,1 Milliarden Mark werde es keine Abstriche geben.

ThyssenKrupp Industries AG forderte nachdrücklich eine positive Entscheidung für den Bau der Referenzstrecke. "Die Planungsverfahren für die erste Anwendungsstrecke des innovativen Magnetschnellbahnsystems sind nahezu abgeschlossen. Mit den ersten Baumaßnahmen könnte noch in diesem Jahr begonnen werden", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. ThyssenKrupp Industries erwarte von der Politik, die Signale für Baumaßnahmen an der Strecke Berlin-Hamburg auf "grün zu stellen".