Transrapid: Showdown am Wochenende - DER SPIEGEL
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Transrapid Showdown am Wochenende

Die Weichen dafür, ob Milliardenzuschüsse für eine Transrapid-Strecke nach Bayern oder Nordrhein-Westfalen fließen, werden am kommenden Wochenende gestellt. Eins ist aber schon jetzt sicher: Der Streit um die Projekte wird danach nicht zu Ende sein.
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Berlin - Vor der Entscheidung über die Aufteilung der Bundesmittel für den Transrapid hat Verkehrsminister Kurt Bodewig Vorwürfe zurückgewiesen, er bevorzuge das Vorhaben des SPD-geführten Nordrhein-Westfalen vor dem des CSU-regierten Bayern. "Es gibt keine Parteipolitik und keine Parteilichkeit in dieser Sache", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Weiter sagte Bodewig, die Verwirklichung des Transrapid sei auch eine industriepolitische Entscheidung: "Wir wollen, dass der Transrapid nicht nur in Schanghai läuft, sondern dass er aus Deutschland in alle Welt exportiert wird, dann muss er allerdings auch hier fahren." Die Mittel für das Projekt seien durch den Sparzwang nicht gefährdet.

Sein Ziel sei es, möglichst objektive und nachvollziehbare Kriterien für die Verteilung der Bundeszuschüsse zu finden. Deswegen habe man eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, auf deren Grundlage der Entschluss getroffen werde. "Ich will mit der Verteilung der Bundeszuschüsse beide Projekte ermöglichen", sagte Bodewig. Auch Zweifel des Fahrgastverbandes Pro Bahn an der Seriosität der Studie wies er als unbegründet zurück.

Der Bund will die beiden geplanten Strecken zwischen Düsseldorf und Dortmund sowie Münchner Innenstadt und Flughafen mit insgesamt 2,3 Milliarden Euro unterstützen. Bayern hatte in der Vergangenheit NRW vorgeworfen, seine Machbarkeitsstudie geschönt zu haben und vor einer Bevorzugung des Konkurrenten um die Bundesmittel gewarnt.