Transrapid: Stoiber wirft China Technologieklau vor - DER SPIEGEL
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Transrapid Stoiber wirft China Technologieklau vor

Experten streiten noch darüber, inwieweit China beim Bau seiner neuen Magnetschwebebahn deutsche Technologie kopiert hat, da findet Bayerns Ministerpräsident Stoiber deutliche Worte: "Was da in China läuft, riecht schon nach Technologieklau." Und fordert eine Transrapid-Verbindung in Deutschland.
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Hamburg - Edmund Stoiber verdächtigte die chinesischen Ingenieure, deutsche Transrapid-Technologie nachgebaut zu haben. "Es wäre geradezu ein Witz, wenn im High-Tech-Land Deutschland die Erfindungen gemacht werden und in Fernost die Kohle", warnte der CSU-Chef in der "Bild"-Zeitung.

Als Konsequenz forderte Stoiber den beschleunigten Bau der Münchner Transrapidstrecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen. Begonnen werde sollte im kommenden Jahr - "und nicht erst im Jahr 2010 oder 2012". Nach Ankündigung einer eigenen chinesischen Magnetschwebebahn müsse die Technologie nun so schnell wie möglich im eigenen Lande eingesetzt werden.

Stoiber regte ein Spitzengespräch zwischen Bundesregierung, Deutscher Bahn, Transrapid-Konsortium und dem Freistaat Bayern an, "damit wir die richtige Antwort aus Deutschland auf die chinesische Herausforderung geben: Bau der ersten deutschen Transrapid-Strecke bereits 2007". Der bayerische Regierungschef erklärte, der Bund könne die Magnetbahn mit 25 Milliarden Euro aus dem Innovationstopf mitfinanzieren.

Die China Aviation Industry Corporation (CAC) entwickelt derzeit ein Konkurrenzmodell zum deutschen Transrapid. Im kommenden Juli soll das Modell in Shanghai getestet werden. Nach Einschätzung deutscher Experten könnte der Zug schon in fünf Jahren marktreif sein. China weist Verdächtigungen zurück, Transrapid-Technologie kopiert zu haben. Vielmehr handele es sich bei der chinesischen Magnetschwebebahn um eine eigene Entwicklung.

kaz/ddp/rtr