Transrapid: Testfahrt für Chinas Premier - DER SPIEGEL
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Transrapid Testfahrt für Chinas Premier

Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji will bei seinem Deutschlandbesuch auch mit dem Transrapid fahren. Damit bekräftigt er die Absicht Chinas, bald selbst eine Teststrecke bauen zu lassen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Bei seinem Besuch in Deutschland nächste Woche will Chinas Premier eine Testfahrt mit dem Transrapid unternehmen. "Schanghai ist gerne bereit, mit einer Teststrecke der Magnetschwebebahn zu experimentieren," sagte er deutschen Journalisten in Peking. Nach seinen Angaben laufen darüber bereits Verhandlungen.

"Obwohl Deutschland behauptet, dass das technische System des Transrapid ausgereift sei, haben sie es auf längeren Strecken noch nicht angewendet", sagte Zhu Rongji. Deswegen gehe es zunächst nur um eine Versuchsstrecke. Es bestehe aber grundsätzlich Bedarf am Bau von Hochgeschwindigkeitsbahnen in China, etwa zwischen Schanghai und Peking.

In China werde auch noch über die Unterschiede zwischen dem traditionellen Rad-Schiene-Prinzip und der Magnettechnik diskutiert. "Es ist ein umstrittener Punkt, und man hört auch Meinungsverschiedenheiten unter den chinesischen Experten in diesem Bereich, für welches Modell sich China entscheiden soll", sagte Zhu Rongji. Wie informierte Kreise berichteten, wird als Teststrecke in Schanghai eine 42 Kilometer lange Verbindung zwischen der Sonderzone Pudong und dem neuen internationalen Flughafen diskutiert.