Transrapid: Washington will einsteigen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Transrapid Washington will einsteigen

Nach China zeigen nun auch die USA Interesse an einer eigenen Transrapid-Trasse. Hintergrund ist die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) und sein amerikanischer Amtskollege Rodney Slater unterzeichneten in der Nacht zum Mittwoch ein Memorandum, das eine weitgehende Kooperation bei der künftigen Entwicklung der Magnetschnellbahn vorsieht.

Klimmt bezeichnete das deutsch-amerikanische Abkommen als wichtigen Schritt für die Zukunft der Technologie: "Jetzt geht es vorwärts." Das Abkommen sehe einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch insbesondere bei Sicherheits- und Umweltstandards vor.

Nach Klimmts Worten werden im Zusammenhang mit dem Memorandum in einer Reihe von amerikanischen Bundesstaaten Anwendungsmöglichkeiten für die Magnetschnellbahn geprüft. Ihm seien sechs mögliche Projekte vorgestellt worden.

Nach Medienberichten favorisiert Slater den Einsatz des Transrapids zwischen Washington und der rund 60 Kilometer entfernten Küstenstadt Baltimore. Mit dem Projekt solle die Doppelbewerbung der beiden Städte als Austragungsort für die Olympischen Spiele im Jahr 2012 unterstützt werden.

Auch in China ist eine Transrapid-Verbindung zwischen Schanghai und dem Flughafen Pudong im Gespräch, über deren Aussichten auf Realisierung sich das an der Magnetschnellbahn beteiligte Konsortium optimistisch gezeigt hatte.

Am Transrapid-Konsortium sind Siemens, Adtranz und Thyssen-Krupp beteiligt.