Treffen mit Obama: Bank-Manager gestehen Fehler ein - DER SPIEGEL
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Treffen mit Obama Bank-Manager gestehen Fehler ein

Antreten beim Präsidenten: Top-Manager amerikanischer Banken waren zu Besuch im Weißen Haus. Dort gaben sie Fehler im Umgang mit Gehältern zu. Alle wüssten, dass die goldene Zeit vorbei sei. Am Ende demonstrierte die Runde jedoch Einigkeit und Optimismus.
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Washington - Bänker, der Präsident und das Volk - alle sitzen in einem Boot. Dies sei die zentrale Botschaft. Das sagte der Chef der Bank Wells Fargo, John Stumpf, am Freitag nach dem Treffen mit dem Präsidenten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen Kollegen. Barack Obama betonte laut Präsidialamt bei dem Treffen, dass das Problem fauler Kredite dringend gelöst und der Kreditverkehr zwischen den Banken wieder in Gang gebracht werden müsse.

JP-Morgan-Chef Dimon (l.) mit Goldman-Sachs-Chef Blankfein beim Verlassen des Weißen Hauses: Fehler im Zusammenhang mit Manager-Gehältern eingestanden

JP-Morgan-Chef Dimon (l.) mit Goldman-Sachs-Chef Blankfein beim Verlassen des Weißen Hauses: Fehler im Zusammenhang mit Manager-Gehältern eingestanden

Foto: AP

Nach Einschätzung von Citigroup-Chef Vikram Pandit schaffen die Pläne der US-Regierung die Basis für neues Vertrauen in die Finanzbranche. Das Treffen im Weißen Haus sei konstruktiv gewesen, sagte Pandit weiter. Sein Institut werde bei den Rettungsmaßnahmen der Regierung alles in Augenschein nehmen, auch den Plan zum Aufkauf fauler Kredite.

Der Chef von JP Morgan, Jamie Dimon, sagte auf CNBC, die Banker wüssten, dass im Zusammenhang mit Managergehältern Fehler gemacht worden seien. Obama hatte die Finanzbranche scharf für Bonuszahlungen in Krisenzeiten kritisiert, die im ganzen Land einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten. Der Chef von Bank of America, Ken Lewis, sagte, alle wüssten, dass die goldene Zeit der Bankgehälter vorbei sei.

Obamas Sprecher Robert Gibbs sagte, es herrsche mit den Bankenchefs Einigkeit darüber, dass die Grundstruktur der Finanzmarktregulierung überarbeitet werden müsse. Die US-Regierung hatte in dieser Woche ein Hilfspaket zum Aufkauf fauler Wertpapiere und schärfere Regeln für Finanzunternehmen wie Hedgefonds angekündigt. Obama wird seine Rettungspläne für die rezessionsgeplagte US-Wirtschaft voraussichtlich in der kommenden Woche beim G-20-Gipfel in London vorstellen.

Das Treffen mit Obama stand bei der Bank of America und bei JP Morgan auch im Zeichen von Pessimismus für das März-Geschäft. Dimon sagte, der Monat sei für JP Morgan "ein bisschen hart" gewesen. Lewis bezeichnete den Handel bei Bank of America als "nicht so gut" wie in den ersten zwei Monaten des Jahres. Die Äußerungen belasteten Bankwerte und drückten den gesamten Aktienmarkt.

fsc/Reuters