Trendwende Minister verkündet Aufschwung Ost
Berlin - Der leichte Rückgang der Arbeitslosenzahlen im vergangenen Monat sei "auf jeden Fall eine Bestätigung für einen Trendwechsel", sagte der CDU-Politiker der Zeitschrift "Super Illu". Der Osten profitiert Haseloff zufolge "von den positiven internationalen Effekten" und "der anhaltend guten Konjunktur".
Vor allem der Kostenvorteil Ost rechne sich jetzt für viele Firmen nachhaltig. "Unternehmen wandern nicht wie befürchtet in Scharen gen Osteuropa ab", sagte der CDU-Politiker. Zudem gebe es bereits Rückkehrbewegungen, zum Beispiel aus China, weil den Unternehmen Kunden- und Marktnähe doch wichtiger sei. Darüber hinaus sei auch "der hohe Qualitätsstandard, den Fachkräfte bei uns zu bieten haben", ein Standortvorteil Ostdeutschlands.
Mittelfristig erwartet Haseloff außerdem eine spürbare Verringerung der Arbeitslosenzahlen durch die von der großen Koalition geplante Reform der Unternehmenssteuer und die damit verbundene Entlastung der Betriebe um insgesamt fünf Milliarden Euro.
Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli erstmals seit der Wiedervereinigung leicht unter der Marke von Juni. Die Bundesagentur für Arbeit wollte bei der Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag allerdings nur unter Vorbehalt von einer Trendwende sprechen.
str/ddp/AP