Trotz Dreamliner-Problemen: Boeing nach Gewinnsprung optimistisch - DER SPIEGEL
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Trotz Dreamliner-Problemen Boeing nach Gewinnsprung optimistisch

Boeing demonstriert Optimismus - aller Probleme beim Dreamliner-Bau zum Trotz. Der US-Flugzeugbauer hat ein glänzendes erstes Quartal hingelegt und steckt sich hohe Ziele für das Gesamtjahr.
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Chicago - Der Umsatz blieb zwar hinter den Erwartungen zurück - doch der Gewinn fiel dafür weit besser aus als erwartet. Im ersten Quartal hat Boeing den Gewinn je Aktie (EPS) im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 1,62 Dollar gesteigert. Analysten hatten im Schnitt mit 1,35 Dollar je Aktie gerechnet. Der Überschuss belief sich auf 1,211 Milliarden Dollar nach 877 Millionen ein Jahr zuvor. Die Prognose lag bei 1,01 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte von 15,365 auf 15,990 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 16,52 Milliarden Dollar gerechnet.

"Wir sind auf gutem Weg zu einem weiteren starken Jahr", sagte Konzernchef Jim McNerney in Chicago. Im Jahr 2009 soll der Gewinn um ein Fünftel steigen. Zudem will das Unternehmen zwischen 500 und 505 Flugzeuge ausliefern. Im Jahr 2008 sollen es wie bereits früher angekündigt 475 bis 480 sein, der Umsatz soll zwischen 67 und 68 Milliarden Dollar liegen. Der Gewinn je Aktie soll dabei zwischen 5,70 und 5,85 Dollar liegen. Für das kommende Jahr strebt Boeing ein EPS-Wachstum um etwa 20 Prozent auf 6,80 bis 7,00 Dollar an.

Boeing kämpft derzeit mit massiven Verzögerungen bei seinem Prestigeprojekt, dem neuen Langstreckenjet 787 Dreamliner. Hier drohen hohe Schadensersatzforderungen der Kunden. Der US-Konzern verlor zudem einen milliardenschweren Großauftrag für Tankflugzeuge der US-Luftwaffe an die EADS-Flugzeugtochter Airbus.

ase/dpa-AFX