Trotz Ryanair-Deal: Buzz bleibt am Boden - DER SPIEGEL
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Trotz Ryanair-Deal Buzz bleibt am Boden

Dank der Übernahme durch Ryanair schien die kriselnde Billigflieger Buzz besseren oder zumindest finanziell sicheren Zeiten entgegenzusehen. Die neue Ära aber beginnt für die Kunden mit einer unangenehmen Überraschung.
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London - Die Billigfluglinie hat alle Flüge im April gestrichen. Es würden keine Buchungen angenommen, wer bereits ein Ticket habe, bekomme sein Geld zurück, hieß es am Sitz in London. Am 1. April übernimmt der irische Billigflieger Ryanair die Fluglinie, die bisher noch zur KLM gehört. Eine Sprecherin von Buzz sagte, alle April-Flüge seien auf Entscheidung von Ryanair gestrichen.

Ryanair wollte dies britischen Agenturangaben zufolge nicht bestätigen. Die Sprecherin kündigte an, Ende Februar würden Details des Sanierungsplanes für Buzz bekannt gegeben. Buzz fahre gegenwärtig einen Jahresverlust von 30 Millionen Euro ein. "Sie Situation wird schlimmer und Buzz verliert mehr als eine Million Euro pro Woche."

Früheren Angaben zufolge will Ryanair nach der Übernahme zumindest die Deutschland-Flüge nach Berlin, Düsseldorf und Frankfurt komplett einstellen. "Die passen nicht ins Konzept", hatte David O'Brien, Chef des Ryanair-Flugbetriebs, dem Magazin "WirtschaftsWoche" Mitte Februar gesagt. Die drei Flughäfen seien den Iren zu anfällig für Verspätungen und vor allem im Vergleich zu den Ryanair-Standorten Hahn und Weeze am Niederrhein zu teuer. Auch andere Routen in Europa stehen zur Disposition.

Ryanair hatte die Übernahme der KLM-Tochter Buzz für 15 Millionen Pfund Ende Januar bekannt gegeben. Buzz betreibt 21 Routen von London-Stansted nach Deutschland, Spanien, Frankreich und in die Niederlande. Ryanair hatte angekündigt, unrentable Routen stillzulegen sowie Probleme wie eine teure Flotte und hohe Flughafengebühren innerhalb eines Jahres zu lösen.