Trotz Umsatzrückgangs: Einzelhändler steigern ihre Gewinne - DER SPIEGEL
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Trotz Umsatzrückgangs Einzelhändler steigern ihre Gewinne

Trotz des Umsatzrückgangs im deutschen Einzelhandel verzeichnen immer mehr Unternehmen der Branche wachsende Gewinne. Vor allem mit Textilien und Möbeln lässt sich wieder Geld verdienen. Einer Rabattschlacht im Weihnachtsgeschäft wie im vergangenen Jahr erteilte der Einzelhandelsverband jetzt schon eine Absage.
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Köln - Diese Entwicklung wachsender Gewinne lasse sich nicht nur bei den Discountern, sondern auch bei Fachgeschäften und Mittelständlern beobachten, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, dem Kölner "Express". Der Handel setze auf ein besseres Weihnachtsgeschäft und sehe große Chancen, im wichtigen vierten Quartal den Vorjahreswert zu übertreffen.

Vor allem der Textilhandel schneide seit einigen Wochen deutlich besser ab als 2003, sagte Pellengahr. "Die größten Sorgenkinder des Einzelhandels, Textilien und Möbel, machen endlich wieder etwas Freude", erklärte der HDE-Sprecher. Der Möbelhandel sei im ersten Halbjahr überraschend um etwa 1,5 Prozent gewachsen, während die Umsätze des gesamten Einzelhandels um 1,3 Prozent zurückgegangen seien.

Einsparpotenzial im Personalbereich sehe er kaum noch, sagte Pellengahr. Der Einzelhandel versuche, möglichst keine Arbeitsplätze im Verkauf abzubauen, sondern nur noch in Bereichen wie Lager und Logistik. "Es werden dieses Jahr aber immer noch 15.000 bis 20.000 Jobs wegfallen", erklärte der Verbandssprecher. Ein Personalabbau darüber hinaus würde den Servicebereich schwächen. Pellengahr unterstützte die Pläne mehrerer Handelsunternehmen, zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren. "Das halten wir für richtig", sagte er.

Einer Wiederholung der Rabatt-Offensive aus dem Vorjahr erteilte Pellengahr eine Absage. "2003 gab es vor allem im Weihnachtsgeschäft sehr viele Preisnachlässe. Das hat dem Einzelhandel sehr geschadet. Das wird sich nicht wiederholen", kündigte der HDE-Sprecher an. Zwar sei der Druck auf die Preise nach wie vor gewaltig. Die Sonderangebote sollten jedoch nicht mehr so marktschreierisch beworben werden.