TUI: Die Geier kreisen schon - DER SPIEGEL
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TUI Die Geier kreisen schon

Der stark gefallene Aktienkurs der TUI weckt Begehrlichkeiten: Mehrere hochspekulative US-Fonds haben laut einem Pressebericht Interesse daran, die Kontrolle über den Konzern zu übernehmen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hannover/Düsseldorf - Bisher ist die WestLB der wichtigste Aktionär bei der TUI  . Die Bank hat allerdings mehrfach angedeutet, dass sie sich von ihrem 31-Prozent-Anteil trennen möchte, wenn der Preis stimmt.

Einem Bericht der britischen "Financial Times" zufolge hat WestLB-Chef Thomas Fischer auch schon mehrere Angebote erhalten: Die US-Beteiligungsgesellschaften Fortress, Cerberus und Lone Star hätten ihm Angebote für die Übernahme des Aktienpaketes unterbreitet. Die "FT" beruft sich auf nicht näher genannte WestLB-Kreise.

Interesse nur bei Billigkonditionen

Der Bericht lässt Spekulationen über eine Übernahme der TUI wiederaufleben. Dass die US-Raider wirklich zum Zug kommen, ist indes unwahrscheinlich. Die Offerten hätten unter dem von der Bank angepeilten Preis gelegen, hieß es weiter in dem Bericht.

Der TUI-Anteil werde in den Büchern der WestLB seit dem vergangenen Jahr mit 16 Euro je Aktie bewertet, so die "FT" - nach zuvor 20 Euro je Anteilsschein. An der Börse war die TUI-Aktie zuletzt 14,10 Euro wert. Die interessierten US-Fonds seien nicht bereit, einen hohen Aufschlag auf den Marktwert zu zahlen.

Das Blatt spekuliert, dass die US-Fonds eine Zerschlagung der TUI beabsichtigt hätten. Sie sind darauf spezialisiert, angeschlagene oder unterbewertete Firmen aufzukaufen, sie in ihre Einzelteile zu zerlegen und diese weiterzuverkaufen.