TV-Konzerne: ProSiebenSat.1- Vorstandschef tritt zurück - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

TV-Konzerne ProSiebenSat.1- Vorstandschef tritt zurück

Guillaume de Posch, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, legt sein Amt zum Jahresende nieder. Der Konzern spricht von einem "bedauerlichen" Schritt. Ein Nachfolger wurde nicht benannt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Guillaume de Posch ist seit vier Jahren Vorstandschef der Sendergruppe, die im ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht war und mit hohen Schulden kämpft. Nun verlässt er das Unternehmen zum Jahresende - auf eigenen Wunsch, gab ProSiebenSat.1   am Dienstag bekannt.

De Posch begründete seinen Schritt in der Mitteilung damit, nach der Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS im vergangenen Jahr eine neue Herausforderung suchen zu wollen.

Der Manager Andreas Bartl werde neu in den Konzernvorstand aufrücken und für das deutsche Fernsehgeschäft zuständig sein.

Aufsichtsratschef Götz Mäuser sagte, Posch habe das Unternehmen nach der Kirch-Insolvenz zur größten integrierten Sendergruppe in Europa gemacht. "Wir haben Guillaumes Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis genommen."

Der Konzern werde nun intensiv nach einem Nachfolger suchen, erläuterte Aufsichtsrat-Chef Götz Mäuser. Auch Finanzchef Lothar Lanz hatte das Unternehmen vor wenigen Tagen verlassen. Kurz nachdem die Nachricht bekannt wurde, stieg der Kurs der Pro-Sieben-Papiere von 7,61 Euro auf 7,87.

cvk/Reuters/AP