TV: SPIEGEL erwägt Einstieg bei KirchMedia - DER SPIEGEL
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TV SPIEGEL erwägt Einstieg bei KirchMedia

Die HypoVereinsbank sowie die Verlagshäuser SPIEGEL, Heinrich Bauer und Axel Springer wollen gemeinsam das angeschlagene Münchener Medienhaus übernehmen. Möglicherweise kommen noch weitere Partner dazu.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München/Hamburg - Für die angeschlagene KirchMedia gibt es neue Hoffnung. Die HypoVereinsbank   und der SPIEGEL-Verlag wollen sich offenbar dem Konsortium aus Axel Springer Verlag   und Heinrich Bauer Verlag anschließen, um die insolvente KirchMedia zu übernehmen. Das bestätigten die drei Verlagshäuser am Freitag. Eine entsprechende Vereinbarung sei in Hamburg unterzeichnet worden.

Voraussetzung für den Einstieg ist ein attraktiver Kaufpreis, hieß es. Zudem müssten die Bücher der KirchMedia nun genau geprüft werden. Im Juni hatten sich der Axel Springer Verlag und der Heinrich Bauer Verlag verbündet, um im Rahmen eines Konsortiums zu gleichen Teilen mindestens 51 Prozent und damit die Mehrheit der KirchMedia Auffanggesellschaft zu übernehmen. Beide Verlage wollten weitere Partner in das Konsortium aufnehmen.

Karl Dietrich Seikel, der Geschäftsführer des SPIEGEL-Verlags, bestätigte das Interesse seines Hauses: "Wir prüfen den Einstieg, damit uns später niemand den Vorwurf machen kann, eine Chance verpasst zu haben." Er könne sich eine "kleinere, symbolische Beteiligung" an der KirchMedia gut vorstellen. Insbesondere für SPIEGEL TV sei ein solches Engagement "strategisch" sehr interessant.

Auch Bauer-Verlagssprecher Andreas Fritzenkötter unterstrich die Ernsthaftigkeit der Pläne: "Das Konsortium steht jetzt." Die Finanzierung sei im Prinzip gesichert. Sollten sich noch weitere interessante Partner melden, sei man gerne bereit, eine Erweiterung zu prüfen. Bauer und Springer wollten die Mehrheit von 51 Prozent der KirchMedia-Anteile halten. Wie der verbleibende Anteil zwischen den anderen Partnern aufgeteilt werde, sei noch offen.

Unklar sind auch die weiteren Schritte des spektakulären Übernahmeplans: Nach dem Anmeldeschluss werde die erste Prüfphase, so Fritzenkötter, mit der Gläubigerversammlung der KirchMedia am 1. August abgeschlossen. Der weitere Zeitrahmen sei noch offen. Bis wann das Konsortium ein verbindliches Gebot abgeben will und wann die Gläubigerversammlung dann über den Zuschlag entscheidet, konnte der Verlagssprecher nicht sagen.