Überhitzter Markt: Ölpreis auf Rekordhöhe - DER SPIEGEL
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Überhitzter Markt Ölpreis auf Rekordhöhe

Der Anstieg der Ölpreise auf Rekordhöhen geht ungebremst weiter. Analysten rechnen damit, dass die Opec die Preisspirale nicht mehr stoppen kann.
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Wien - An der Londoner Ölbörse notierte ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent am Vormittag bei 34,45 Dollar, einem neuen Zehn-Jahres-Hoch.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) strebt eine Preisspanne von 22 bis 28 Dollar je Barrel an. Angesichts dieses Preis-Höhenfluges kommen die Opec-Erdölminister an diesem Sonntag in Wien zusammen, um über Preise und Fördermengen zu beraten. In den Industriestaaten treiben die hohen Ölpreise die Inflation und verteuern das Benzin.

Nach unbestätigten Informationen will sich der mit Abstand größte Opec-Produzent, Saudi -Arabien, auf der Tagung für eine Ausweitung der Produktion um eine Million Barrel am Tag stark machen. Der Iran soll jedoch eine Obergrenze von 500.000 Barrel täglich anstreben.

Noch unentschieden ist offensichtlich Indonesien. Zwar könne sich das Land prinzipiell eine Produktionserhöhung von einer Million Barrel am Tag vorstellen, berichtete die Opec-Nachrichtenagentur am Donnerstag aus Jarkarta. Jedoch könnte unter Umständen auch schon die Hälfte ausreichen, um den gewünschten Rückgang der Preise zu erzwingen.

Da einige Opec-Länder bereits nahe ihrer Kapazitätsgrenzen produzieren, dürften nicht alle Kartell-Mitglieder im Stande sein, mehr zu fördern.

Westliche Branchenexperten bezweifeln, dass selbst eine um eine Million Barrel vergrößerte Opec-Produktion die Ölpreise merklich nach unten drücken könnte. Denn die hohe Nachfrage vor dem Winterbeginn und außergewöhnlich leere Lager trieben den Preis in die Höhe.