Übernahme durch Air Berlin: Lufthansa gibt Condor frei - DER SPIEGEL
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Übernahme durch Air Berlin Lufthansa gibt Condor frei

Die erste Hürde ist geschafft: Die Lufthansa verzichtet auf ihr Vorkaufsrecht für Condor. Damit rückt eine Übernahme des Ferienfliegers durch Air Berlin in greifbare Nähe.
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Frankfurt am Main - "Lufthansa wird das Vorkaufsrecht für Condor nicht ausüben", sagte ein Lufthansa-Sprecher heute in Frankfurt. Der Konzern begründete den Schritt mit "strategischen und wirtschaftlichen Erwägungen".

Condor gehört zu 75,1 Prozent dem Reisekonzern Thomas Cook und zu 24,9 Prozent der Deutschen Lufthansa  . Air Berlin   hatte die Übernahme des Ferienfliegers vergangene Woche angekündigt. Demnach soll im Februar 2009 zunächst der Condor-Anteil von Thomas Cook für mindestens eine halbe Milliarde Euro gekauft werden und ein Jahr später die restlichen Anteile.

Air Berlin würde zusammen mit Condor zur Nummer fünf in Europa knapp hinter dem irischen Billigflieger Ryanair aufsteigen. Condor und Air Berlin flogen im vergangenen Jahr 27,5 Millionen Gäste. Zum Vergleich: Mit dem Branchen-Primus Lufthansa reisten 53,4 Millionen Passagiere.

Branchenkreisen zufolge behält die Lufthansa das Recht an dem bekannten Namen "Condor". Air Berlin hat aber ohnehin nur wenig Interesse an den Namensrechten. Dem Unternehmen gehe es vor allem um die interessanten Start- und Landezeiten von Condor in Frankfurt sowie um die Maschinen, sagen Insider. Eine zusätzliche Marke sei nicht das Ziel gewesen.

Air Berlin zeigte sich mit der Entscheidung der Lufthansa zufrieden. "Dies entspricht unseren Erwartungen", sagte ein Sprecher. Nun sei genügend Zeit, zunächst die im Frühjahr erworbene LTU zu integrieren und sich danach Condor zu widmen. Die Air-Berlin-Aktie legte heute vier Prozent zu.

Das Unternehmen steht allerdings noch vor einer weiteren Hürde: Die Transaktion muss vom Bundeskartellamt gebilligt werden. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Pläne vor einer Woche hatte die Behörde bereits Bedenken geäußert. Branchenexperten rechnen deshalb mit erheblichen Auflagen.

Auch Air Berlin selbst geht von einer intensiven Prüfung aus. "Wir werden jetzt in Kürze beim Kartellamt die Unterlagen einreichen. Wir rechnen dann mit einem mehrmonatigen Verfahren", sagte ein Sprecher.

wal/Reuters/AFP/dpa

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