Übernahme gefährdet: Bleibt Beck's doch deutsch? - DER SPIEGEL
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Übernahme gefährdet Bleibt Beck's doch deutsch?

Den Brüsseler Wettbewerbshütern schmeckt der geplante Kauf der Bremer Beck's-Brauerei durch die belgische Interbrew offenbar nicht. Ist Interbrew nicht zum Kompromiss bereit, könnte das Milliardengeschäft doch noch platzen.
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Brüssel/Bremen - Die EU-Behörde befürchtet laut einem Bericht der "Financial Times", dass Interbrew (Stella Artois, Diebels) durch den Zukauf im Wert von 3,5 Milliarden Mark bei den Premium-Bieren eine den Wettbewerb gefährdende Stellung gewinnt.

Vor allem auf dem britischen Markt könnte Interbrew die Konkurrenz an die Wand drücken, so die Furcht der EU. Es sei auch denkbar, dass Interbrew zusammen mit dem Bier-Konzern Scottish & Newcastle (Foster's, Kronenbourg) eine Preiserhöhung durchsetze. Erst im vergangenen Jahr hatte Interbrew in Großbritannien die Unternehmensgruppe Bass and Whitbread (Carling) gekauft. Damals konnte Interbrew Einwände der Kartellwächter nach Zugeständnissen entkräften.

Nach dem britischen wollten die Belgier aus Leuven bei Brüssel nun auch den deutschen Markt erobern. Im letzten August vereinbarten sie die Übernahme der traditionellen Beck's Brauerei, die derzeit noch 67 Gesellschaftern gehört. Das Geschäft soll zum 1. Februar 2002 wirksam werden.

Rechtsexperten zweifeln laut "Financial Times" bisher allerdings, dass die Einwände der EU für ein Verbot des Beck's-Geschäftes ausreichen.