Übernahme: HeidelbergCement will Konkurrenten kaufen - DER SPIEGEL
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Übernahme HeidelbergCement will Konkurrenten kaufen

Europas größter Zementhersteller HeidelbergCement will weiter wachsen und seinen britischen Konkurrenten Hanson übernehmen. Er ist nicht der einzige Interessent: Analysten erwarten einen Bieterkampf - bei dem auch Private-Equity-Gesellschaften mitmischen.
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Heidelberg - Er mache allen Hanson-Aktionären ein Barübernahmeangebot für ihre Papiere, teilte der Konzern heute mit. Der Erwerbspreis betrage 1.100 Pence pro Aktie. Der Verwaltungsrat von Hanson wolle seinen Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots empfehlen. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Die Transaktion solle im dritten Quartal 2007 abgeschlossen werden und hat einen Gesamtwert von rund acht Milliarden Pfund (11,7 Milliarden Euro).

Zuvor hatte bereits die "Financial Times" berichtet, dass am Montagabend über letzte Details des Kaufangebots von umgerechnet 11,47 Milliarden Euro verhandelt worden sei und heute das öffentliche Angebot folgen solle. HeidelbergCement hatte den möglichen Kauf von Hanson bereits angekündigt.

Finanziert werden soll die Übernahme über Fremdkapital, Verkauf von Unternehmensteilen und einer Barkapitalerhöhung von rund 500 Millionen Euro. "Die erforderliche Akquisitionsfinanzierung erfolgt zunächst über eine Kreditfazilität, die mit der Deutschen Bank  und der Royal Bank of Scotland   abgeschlossen wurde", hieß es. Diese werde über eine Hybrid-Anleihe von bis zu zwei Milliarden Euro, über Anleihen sowie über den Verkauf von Unternehmensteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, zum Teil refinanziert. Nähere Details nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Wie die "Financial Times Deutschland" heute auf ihrer Internetseite berichtet, hatte Hanson im April Wachstumsschwierigkeiten im laufenden Geschäft eingeräumt. Analysten spekulieren der Zeitung zufolge deshalb auf einen Bieterwettstreit mit anderen Zementherstellern. Die Branche befinde sich seit drei Jahren in einem Prozess der Neuordnung. Die britische Zeitung "Mail on Sunday" hatte bereits von möglichen Geboten von Private-Equity-Gesellschaften berichtet.

sam/AP/ddp