Übernahme perfekt: Chevron kauft Texaco - DER SPIEGEL
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Übernahme perfekt Chevron kauft Texaco

Die US-Konzerne Chevron und Texaco haben sich auf eine Fusion zum viertgrößten Öl-Multi verständigt. Experten befürchten nun einen weiteren Anstieg der Energiepreise.
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New York - Chevron kündigte den Kauf der Texaco im Zuge eines Aktientauschs für rund 35 Milliarden Dollar an. Durch die Fusion erwarte Chevron Einsparungen von 1,2 Milliarden Dollar und Jobkürzungen von sieben Prozent, verlautete aus Unternehmerkreisen. Chevron werde 0,77 eigene Aktien für jede der etwa 545 Millionen ausstehenden Texaco- Aktien tauschen. Chevron-Chef David O'Reilly wird nach der Fusion Chairman und Konzernchef der neuen "Chevron Texaco Corp." werden.

Der neue Konzern wird mit rund 11,3 Milliarden Barrel an Öl- und Gasreserven und einem Umsatz von 65 Milliarden Dollar hinter Exxon Mobil, BP Amoco und Shell das viertgrößte Mineralölunternehmen der Welt werden. Experten erwarten, dass von den insgesamt 57.000 Mitarbeitern der beiden Konzerne etwa 4000 durch die Fusion ihre Arbeit verlieren würden. Zusammen hätten beide eine starke Position bei der Exploration und Produktion in Westafrika, in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und in Lateinamerika.

Verbraucherverbände begrüßen eine weitere Fusion in der Mineralölbranche allerdings kaum. Sie sind besorgt, dass die gegenwärtig hohen Energiepreise womöglich noch stärker ansteigen könnten, wenn die Zahl der Wettbewerber in der Mineralölbranche weiter abnehme.