Übernahmekampf: E.on erhöht Angebot für Endesa - DER SPIEGEL
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Übernahmekampf E.on erhöht Angebot für Endesa

Im Übernahmekampf um die spanische Endesa hat der E.on-Konzern mit einem deutlich verbesserten Angebot auf den überraschenden Einstieg des neuen Rivalen Acciona reagiert. E.on erhöhte sein Angebot für Endesa um 40 Prozent auf rund 37 Milliarden Euro.
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Düsseldorf - Im Übernahmekampf um Endesa war es für den Energieriesen E.on ein ereignisreicher Tag: Die EU-Kommission in Brüssel räumte Hindernisse für die geplante Übernahme aus dem Weg und verwarf Auflagen der spanischen Regulierungsbehörde. Gleichzeitig war aber auch das spanische Bauunternehmen Acciona mit zehn Prozent bei Endesa eingestiegen und hatte den Kauf weiterer Anteile angekündigt - ein eher unerwarteter Schritt.

E.on handelte umgehend. Das Unternehmen erhöhte sein Angebot. Die frühere Offerte für den Endesa-Kauf sah einen Preis von 25,40 Euro vor, jetzt sollen 35 Euro gezahlt werden, teilte der Düsseldorfer Konzern am Dienstagabend mit und bekräftigte sein "nachhaltiges Interesse an einer erfolgreichen Transaktion". Der neue Preis je Aktie solle in bar gezahlt werden. Sollte allerdings Endesa vor Abschluss der Transaktion Dividenden an seine Aktionäre ausschütten, verringere sich der Angebotspreis entsprechend. Das neue Angebot stehe unter folgenden Bedingungen: Erstens, E.on erwirbt mindestens 50,01 Prozent des Grundkapitals und zweitens, die Hauptversammlung von Endesa beschließt bestimmte Satzungsänderungen.

Die EU-Kommission hatte zuvor entschieden, dass die Auflagen der spanischen Regulierungsbehörde CNE für die Übernahme von Endesa durch E.on ein Verstoß gegen die EU-Regeln über den freien Kapitalverkehr und die Niederlassungsfreiheit seien. Die CNE hatte unter anderem von E.on verlangt, vor der Übernahme von Endesa etwa ein Drittel von deren Kraftwerkskapazität in Spanien zu verkaufen. Die Kommission wies in Brüssel darauf hin, dass sie die Übernahme gebilligt habe. Die Mitgliedsstaaten der EU seien in solchen Fällen "nicht befugt, ihr innerstaatliches Wettbewerbsrecht anzuwenden und Maßnahmen zu erlassen, die derartige Vorhaben untersagen, von der Erfüllung bestimmter Bedingungen abhängig machen oder erschweren könnten". Die Kommission forderte Spanien auf, die Auflagen der CNE aufzuheben.

Unterdessen kündigte Acciona an, das Unternehmen wolle über die erworbenen zehn Prozent hinaus noch weitere Anteile an Endesa erwerben. Es wolle aber unter der Grenze von 25 Prozent bleiben, deren Überschreiten ein förmliches Übernahmeangebot erforderlich machen würde. Ein Sprecher sagte in Madrid, Acciona wolle der größte Anteilseigner bei Endesa werden und eine signifikante Rolle in der Geschäftsführung spielen.

fok/dpa/AP

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