Übernahmen: Endesa lobt E.on-Pläne - DER SPIEGEL
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Übernahmen Endesa lobt E.on-Pläne

Mit allen Mitteln hatte sich der spanische Energieversorger Endesa gegen die Übernahme durch den Düsseldorfer Energiekonzern E.on gewehrt. Umso erstaunlicher ist das Lob, das die Spanier den strategischen Plänen der Deutschen zollen.
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Madrid - Offiziell will die Endesa-Führung das Angebot E.ons noch nicht bewerten. Zunächst müssten alle einstweiligen Verfügungen aufgehoben sein, die die Übernahmeofferte gegenwärtig noch blockierten, teilte der spanische Energieversorger heute in Madrid mit. Das E.on-Angebot beläuft sich auf 37 Milliarden Euro.

Die heute veröffentlichte Pflichtmitteilung, enthält aber schon einige Hinweise, worauf die Bewertung hinauslaufen wird. Darin beurteilt Endesa die strategischen Pläne von E.on ebenso positiv beurteilt wie die Bereitschaft, den spanischen Konzern als eigenständiges Unternehmen zu führen. Endesa begrüße ferner, dass E.on den Kaufpreis anders als Gas Natural komplett in bar zahlen wolle. Der katalanische Versorger bietet 24 Milliarden in bar und in eigenen Aktien.

Mit der Mitteilung erfüllt Endesa die gesetzliche Forderung, wonach sich der Board eines Übernahmeobjektes binnen zehn Tagen nach der Freigabe des Gebots durch die spanische Marktaufsicht zu der Offerte äußern muss. Die Freigabe von Seiten der Behörden liegt seit der vergangenen Woche vor.

Nunmehr wird die Umsetzung noch von verschiedenen gerichtlichen Verfügungen blockiert, die Endesa erwirkt hat. Der Versorger hat sich aber verpflichtet, sie baldmöglichst aufheben zu lassen. Branchenkenner gehen allerdings davon aus, dass sich dieser Prozess bis zum Jahresende hinziehen wird.

Unterdessen hat der spanische Bau- und Energiekonzern Acciona hat seine Beteiligung an Endesa weiter ausgebaut. Der Anteil sei auf 20 Prozent aufgestockt worden, teilte Acciona mit. Das Unternehmen strebt eine Endesa-Beteiligung von knapp 25 Prozent an.

mik/ddp