Übernahmepläne: E.ON fühlt sich noch immer zu klein - DER SPIEGEL
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Übernahmepläne E.ON fühlt sich noch immer zu klein

Der Energiekonzern E.ON, in Deutschland bereits Primus seiner Branche, will weiter wachsen und stellt deshalb neue Übernahmen in Aussicht. Im vergangenen Jahr lag der Vorsteuergewinn bei mehr als sieben Milliarden Euro - Aktionäre sollen daher eine erhöhte Dividende bekommen.
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Düsseldorf - Wachsen heißt die Devise bei E.ON - und das nicht zu langsam. Man strebe weitere Übernahmen an und schließe dabei "auch größere Schritte" nicht aus, teilte der Strom- und Gasversorger gestern am späten Abend in Düsseldorf mit.

Das vergangene Geschäftsjahr schloss E.ON erwartungsgemäß mit einem deutlichen Plus beim operativen Ergebnis ab, während unter dem Strich beim Nettogewinn weniger überblieb als 2003. Aktionäre können sich dennoch über eine erhöhte Dividende sowie eine Sonderdividende für den Verkauf der Beteiligung am Spezialchemiekonzern Degussa freuen.

Viterra-Verkauf als große Unbekannte

Für das laufende Jahr rechnet E.ON mit einer "leichten Steigerung" des operativen Ergebnisses. Ob der Nettogewinn 2005 das Vorjahresniveau wieder erreichen kann, werde unter anderem entscheidend von den Buchgewinnen aus den geplanten Verkäufen des Immobilien-Riesen Viterra und der für Messtechnik und Industrieofenbau zuständigen Gesellschaft Ruhrgas Industries beeinflusst.

Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) den Angaben zufolge auf 7,36 Milliarden Euro nach 6,23 Milliarden Euro 2003. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt von 7,19 Milliarden Euro ausgegangen waren. Das Nettoergebnis betrug 4,34 Milliarden Euro nach 4,65 Milliarden im Jahr zuvor. Beobachter hatten mit 4,61 Milliarden Euro gerechnet.

Die Dividende für 2004 soll auf 2,35 Euro nach 2,00 Euro im Vorjahr steigen. Bis 2007 will E.ON außerdem die Ausschüttungsquote auf 50 bis 60 Prozent des Überschusses vor Sondereffekten steigern. Außerdem sollen die Anteilseigner an der geplanten Abgabe der knapp 43-prozentigen Beteiligung an der Düsseldorfer Degussa AG in voller Höhe teilhaben.

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