Übernahmepoker um Endesa EU will Spanien vor Gericht stellen
Spanien droht wegen seines Verhaltens im Übernahmepoker um den Energiekonzern Endesa ein Verfahren vor dem obersten EU-Gericht . Das Land hatte das Angebot eines heimischen Interessenten bevorzugt, dem deutschen Konzern Eon aber immer wieder Hürden aufgestellt.
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Brüssel - EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy werde
am Mittwoch um Erlaubnis bitten, Spanien vor das Gericht zu
stellen, hieß es heute aus Kreisen der Europäischen Union. Spanien befürwortet im Wettbewerb um die Endesa-Übernahme die Offerte des heimischen Gasversorgers Gas Natural, die deutlich unter dem Angebot des deutschen Energiekonzerns Eon liegt. Eon wurden dagegen zahlreiche Auflagen gemacht.
Eon hofft, den Endesa-Aktionären in Kürze die Offerte über
36,5 Milliarden Euro vorlegen zu können. Als Termin nannte
Eon-Chef Wulf Bernotat nächsten Monat. Alle rechtlichen Hürden
seien beseitigt, sagte er heute. Gerichte in Spanien
hatten kürzlich zwei Klagen aufgehoben, welche die Offerte von
Eon blockiert hatten.
kai/Reuters