Übernahmeschlacht: Profit-Coup stärkt Aventis - DER SPIEGEL
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Übernahmeschlacht Profit-Coup stärkt Aventis

Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis hat seine Position im Übernahmestreit mit den Rivalen Sanofi gestärkt. Der Jahresgewinn wuchs unerwartet stark.
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Straßburg - Aventis-Chef Igor Landau beeilte sich, die aktuellen Gewinnzahlen als Argument gegen die feindliche Übernahme zu verwenden. "Die heute vorgelegten Ergebnisse belegen, dass die Sanofi-Offerte Aventis fundamental unterbewertet", erklärte er am Donnerstag.

Zuvor konnte Landau bekannt geben, der Reingewinn aus dem Kerngeschäft sei 2003 um 17,5 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro gestiegen. Damit lag Aventis über vielen Analysten-Schätzungen. Für das laufende Jahr stellte der Straßburger Konzern ein Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent in Aussicht. Außerdem versprach Landau eine erneute Steigerung des Gewinns je Aktie von rund 15 Prozent.

Vier Produkt-Starts angekündigt

Der französische Wettbewerber Sanofi-Synthelabo   hatte vorige Woche eine Übernahmeofferte vorgelegt. Nach damaligem Aktienwert hatte sie ein Volumen von 48 Milliarden Euro. Nach Umsatz ist Aventis etwa doppelt so groß wie Sanofi.

Das Aventis-Management hat die Offerte mehrmals als zu niedrig zurückgewiesen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Pharmakonzerne entstünde der weltweit drittgrößte Branchenvertreter nach dem US-Branchenprimus Pfizer   und der britischen GlaxoSmithKline  . Das Sanofi-Management hatte unlängst gesagt, es sehe keinen Grund, die Offerte zu erhöhen.

Für das laufende Jahr kündigte Aventis vier Markteinführungen neuer Produkte an. Dem Konzern wird oft vorgeworfen, in der Entwicklung zu langsam und unproduktiv zu sein. Dies ist auch ein Grund für den relativ niedrigen Aktienkurs des Unternehmens, der die feindliche Offerte erst möglich gemacht hat.