Übernahmeversuch: Inder greift nach deutscher Pharma-Firma - DER SPIEGEL
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Übernahmeversuch Inder greift nach deutscher Pharma-Firma

Nach dem Stahlbaron Lakshmi Mittal macht erneut ein Inder von sich Reden: Der Generika-Hersteller Dr. Reddy's bietet für die Übernahme des deutschen Konzerns Betapharm eine dreistellige Millionensumme.
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Hamburg - Auf dem lukrativen Markt für Generika scheint nach der milliardenschweren Übernahme von Hexal durch den Schweizer Pharmariesen Novartis erneut Bewegung zu kommen: Der "Business Standard" berichtet, das indische Unternehmen Dr. Reddy's Laboratories wolle den Augsburger Arzneimittel-Hersteller Betapharm übernehmen. 25 Milliarden Rupien, umgerechnet etwa 466 Millionen Euro, habe Geschäftsführer Satish Reddy dem britischen Betapharm-Eigentümer 3i geboten.

Der Finanzinvestor 3i hatte bereits im November bestätigt, mehrere Angebote für die erst im März 2004 übernommene deutsche Firma erhalten zu haben. Namen von Anbietern nannt 3i jedoch bis heute nicht. Branchenkennern zufolge sind neben Dr. Reddy's noch die Unternehmen Ranbaxy (Indien), Teva (Israel) sowie ein europäischer Pharmakonzern im Rennen. Das Teva-Angebot liegt mit 350 Millionen Euro deutlich unter dem von Dr. Reddy's. Die Israelis waren bereits im Bieterkampf um Hexal unterlegen. Angaben über Summen, die die anderen Bieter bereit sind zu zahlen, gehen weit auseinander.

Betapharm, 1993 in Augsburg gegründet, erklärte heute, mehrere Angebote würden geprüft. Dr. Reddy's-Chef Satish Reddy wollte sein Gebot nicht kommentieren.

Generika sind Medikamente, die nach dem Ende des so genannten Verwertungsschutzes eines Originalpräparates unter Verwendung der identischen Wirkstoffe - oft preiswerter - hergestellt werden.

kaz/dpa/rtr