Umfrage: Deutsche finden USA am innovativsten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Umfrage Deutsche finden USA am innovativsten

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mehr Offenheit für technische und wissenschaftliche Neuerungen gefordert. Damit spricht der Regierungschef seinen Landsleuten aus der Seele. Tatsächlich sehen die Deutschen großen Nachholbedarf in diesem Bereich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Schröder fordert mehr Innovationsfähigkeit. "Jede neue Erfindung erst darauf abzuklopfen, welche Risiken sie birgt, statt welche Chancen sie bietet, ist aus meiner Sicht falsch", klagte der Kanzler bei der Vorstellung der Wirtschaftsinitiative "Jugend denkt Zukunft".

Schröder steht mit seiner kritischen Meinung zu Innovationen am Standort D nicht allein da. Laut einer aktuellen Umfrage, die Forsa im Auftrag der Initiative "Partner für Innovation" durchführte und die SPIEGEL ONLINE vorliegt, sagen nur 16 Prozent der Bundesbürger, dass Deutschland zu den weltweit innovativsten Ländern gehört. Die Initiative vereint zahlreiche Experten, die Deutschland in den verschiedensten Bereichen innovativer machen wollen.

Besser schätzen die Deutschen dagegen die USA ein. 54 Prozent bescheinigen den Vereinigten Staaten hohe Innovationsfähigkeit. Japan (45 Prozent) und China (33 Prozent) stehen ebenfalls hoch im Kurs. Auch Frankreich (21 Prozent) und Schweden (17 Prozent) schneiden aus Sicht der Bundesbürger besser ab, wenn es darum geht, neue Verfahren und Techniken anzuwenden.

Umfrage - so beurteilt Europa den Standort D


Klicken Sie auf die Bilder, um zu den Großansichten zu gelangen.

Insgesamt sagen laut Forsa 57 Prozent der Deutschen, dass ihre Heimat ein modernes Land ist. Damit sind die Bundesbürger skeptischer als das Ausland. Bei Briten (60 Prozent), Amerikanern (61 Prozent), Franzosen (69 Prozent) und Polen (72 Prozent) schneidet Deutschland in Sachen Modernität besser ab.