Umfrage Firmen sehen im E-Commerce keinen Umsatzmotor
Frankfurt - Nur knapp ein Drittel von 1300 befragten Unternehmen erwarten einen Zuwachs der Umsätze durch den E-Commerce. Dies ergab ein Umfrage von Infratest im Auftrag der Unternehmensberatung Consulting Partner, Heyde und der Universität Freiburg.
Drei Viertel der Unternehmen, die bereits Einnahmen via Internet erzielen, gaben einen Anteil am Gesamtumsatz von bis zu zehn Prozent in dem Meinungsbild an. Mehr als die Hälfte der Befragten würde sich offensichtlich durch Wettbewerber in Zugzwang sehen. So investierten Firmen auch ohne Aussicht auf Gewinne in den E-Commerce, um mit der Konkurrenz zumindest gleichzuziehen.
57,2 Prozent der befragten Unternehmen sehen im Einstieg eine Verbesserung des Firmenimages. Dahinter rangieren die Einrichtung neuer Dienstleistungsangebote, die Erschließung neuer Märkte und eine erhöhte Kundenzufriedenheit, die jeweils ein Drittel der befragten Unternehmen hervorhoben. Von Umsatzerhöhungen habe nur ein Fünftel der Führungskräfte berichtet. Eine Reduzierung der Marketing- beziehungsweise Vertriebskosten konnten nur etwa zehn Prozent der Befragten erreichen.
Auch die über das Internet erreichte Kundenbindung ist der Umfrage zufolge bislang noch wenig ausgeprägt: Nur 21 Prozent der Firmen glaubten, die Kundenbindung erhöht zu haben. Hingegen ging knapp die Hälfte davon aus, dass eine Erhöhung der Kundenbindung nicht oder nur sehr eingeschränkt erreicht wurde.
Das Internet ersetzt nach Einschätzung der Unternehmen auch nicht die persönlichen Kontakte zu den wichtigsten Kunden. Förderlich wirke sich E-Commerce nach Einschätzung der Firmen dagegen auf die Kommunikation des Markenimages und der Unternehmensidentität aus: Die Hälfte der Befragten sehen im Internet einen wichtigen Kommunikationskanal. Dabei geht es auch nicht nur um die Kommunikation mit den Kunden. Rund ein Drittel gab zu, die Konkurrenz systematisch zu beobachten.