Umfrage: Firmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen - DER SPIEGEL
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Umfrage Firmen wollen mehr Mitarbeiter einstellen

Der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung: Einer Studie zufolge ist die Bereitschaft der Unternehmen zu Neueinstellungen so hoch wie seit September 2000 nicht mehr. Skeptisch äußert sich dagegen das Handwerk. Die Branche erwartet eine Konjunkturdelle.
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Düsseldorf/Berlin - Vier von zehn Unternehmen in Deutschland wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Droege hervor, wie das "Handelsblatt" berichtet. Rund die Hälfte der Firmen plane, die Zahl ihrer Beschäftigten konstant zu halten. Nur zwölf Prozent wollten die Zahl ihrer Mitarbeiter verringern. Damit mache sich der Aufschwung noch deutlicher auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar als bereits 2006, schreibt die Zeitung.

Von der anhaltenden Einstellungsbereitschaft werden vor allem die Arbeitnehmer in Deutschland profitieren. Knapp 70 Prozent der befragten Unternehmen wollten ihre neuen Stellen ausschließlich oder zu mehr als 90 Prozent im Inland schaffen. Dagegen planten gerade einmal drei Prozent der Unternehmen Neueinstellungen fast ausschließlich im Ausland.

Der Umfang der zusätzlichen Einstellungen beträgt der Studie zufolge ein bis fünf Prozent der heutigen Mitarbeiterzahl. Das hätten zumindest knapp zwei Drittel der befragten Firmen angegeben. Gut ein Viertel wolle die heutige Mitarbeiterzahl sogar um fünf bis zehn Prozent erhöhen.

Droege hatte die Umfrage vom Marktforschungsinstitut Psephos durchführen lassen. Vom 24. Januar bis 7. Februar wurden knapp 800 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Weniger Aufträge für das Handwerk

Weniger rosige Aussichten zeichnen sich allerdings für das Handwerk ab. Nachdem die Branche im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum seit rund zehn Jahren verzeichnet hatte, stellt sie sich für 2007 auf eine Konjunkturdelle ein. "Wir sehen in diesen Tagen Anzeichen für eine Verlangsamung der Konjunktur im Handwerk", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler.

Im vergangenen Jahr war das Handwerk um mehr als drei Prozent gewachsen. Dazu habe auch das Wachstumsprogramm der großen Koalition beigetragen, sagte Kentzler. Inzwischen sei aber eine Nachfrage-Delle nach der Mehrwertsteuererhöhung zu beobachten. So arbeiteten die Betriebe noch Auftragsüberhänge des Vorjahres ab. Seit Jahresbeginn gingen die Auftragseingänge aber spürbar zurück. "Wir hoffen, bei den Beschäftigungszahlen eine schwarze Null zu erreichen", teilte der Verband mit.

wal/ddp/AP/dpa